Was muss ein Kreditvertrag alles beinhalten?

 

Wer einen Kredit beantragt, sollte sich nicht nur um die Summe und die Laufzeit kümmern. Natürlich sind das wichtige Faktoren, doch es gibt noch Anderes, worauf es ankommt. Da ein Kreditvertrag meist kein Einzeiler ist, sondern ein umfangreiches Dokument, sollte dieses genau studiert werden, bevor man es unterschreibt. Jeder, der vor dem Abschluss eines Kreditvertrages steht, aber noch Zweifel bezüglich des Inhaltes hat, kann sich in den kommenden Abschnitten genau darüber informieren, auch welche Inhalte es ankommt.

Die Zielgruppe

Die Situation: Man möchte einen Kredit abschließen, doch ist sich nicht im Klaren darüber, was genau in den Vertrag gehört.
Die Herausforderung: Man möchte einen seriösen Kreditvertrag unterzeichnen. Schafft man es, die wichtigen Punkte herauszulesen, um die Seriosität bewerten zu können?
Die Lösung: Wer gründlich aufpasst, kann sehr gut erkennen, ob ein Kreditvertrag alle nötigen Punkte beinhaltet. Im Folgenden werden die wichtigsten Kriterien im Überblick dargestellt.

Der Inhalt eines Kreditvertrages

Bevor man einen Kreditvertrag unterschreibt, sollte man sich vergewisser, ob dieser alle nötigen Angaben enthält. Unverzichtbar sind beispielsweise die Vertragspartner sowie deren Haftung. Ebenfalls unumgänglich ist die Laufzeit zusammen mit den Konditionen. Gemäß der Verordnung kommen bei Verbrauchern außerdem der Effektivzins und der Abschnittsgesamtbetrag hinzu. Dieser wird nach der Festschreibungszeit berechnet, wohingegen der Gesamtbetrag sich nach der gesamten Kreditlaufzeit richtet. Eine zwingende Angabe stellt außerdem der Kreditzweck dar, vor allen Dingen, wenn die Sicherheiten betroffen sind. Letztere müssen im Kreditvertrag natürlich auch definiert werden. Sollten keine Sicherheiten verlangt sein, so ist diese Tatsache ebenfalls schriftlich festzuhalten. Des Weiteren gehören sämtliche Auflagen in den Vertrag, genau so wie deren periodische Erfüllung. Das trifft zum Beispiel auf das pünktliche Einreichen der Bonitätszahlungen zu. Natürlich müssen auch Pflichten und Rechte beider Partner erfasst sein, aber auch die zugehörigen Convenants. Damit sind die wirtschaftlichen Regeln gemeint, an die sich der Kreditnehmer zu halten hat. Vertragsbestandteil ist zudem die salvatorische Klausel, welche bestätigt, dass alle Vertragspunkte gültig bleiben, selbst wenn einmal ein Punkt gesetzlich ungültig sein sollte.

Dinge, die nicht in einen Kreditvertrag gehören

Hat man sich über die Punkte informiert, die in einen Kreditvertrag gehören, kann es nicht schaden sich auch darüber zu informieren, was nicht hineingehört. Dazu zählt zum Beispiel Fließtext. Dieser dient meist nur dazu, um unklare und zweideutige Formulierungen zu tätigen, die der Kreditnehmer nicht versteht. Auch Verweise auf Gesetzestexte und Paragraphen sollten nicht enthalten sein. Zuletzt sind jegliche Auflagen zu vermeiden, die Dritte anbelangen. Es passiert häufiger, dass Bürgen oder verbundene Unternehmen zu etwas verpflichtet werden, obwohl sie keine offiziellen Vertragspartner sind. Hierzu existiert aber keine rechtliche Grundlage zur Durchsetzung.

Inhalt auf einen Blick

Ein Kreditvertrag umfasst, kurz gesagt, alle wesentlichen Informationen zu den Vertragspartnern und deren Verpflichtungen. Nicht mehr und nicht weniger. Diese Informationen müssen allerdings verständlich und ersichtlich dargelegt werden. Findet man alle diese Angaben in einem Kreditvertrag wieder, kann man relativ fest davon ausgehen, dass es sich um einen seriösen Anbieter handelt.